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Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAfA

Das Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle BAfA gehört zum Bundeswirtschaftsministerium ist unter anderem für den Bereich Energie zuständig. Es organisiert Förderprogramme

• für Energieberatung, die sogenannte Vor-Ort-Beratung oder BAfA Beratung. Dies ist eine umfassende bezuschusste Energieberatung nach klar definierten Vorgaben. Bei diesem Programm muss eine Förderung vor Beginn der Beratung beantragt worden sein.

• für die Nutzung erneuerbarer Energien wie Solaranlagen, Holzpelletsheizungen, Wärmepumpen.

Effizienzhäuser

Effizienzhäuser sind energieeffiziente Gebäude, deren energetische Kennwerte auf die die Werte von Neubauten nach der Energie-Einsparverordnung (EnEV) bezogen werden.

Effizienzhäuser werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW gefördert.

Im Neubaubereich gefördert werden
KfW-Effizienzhaus 55
KfW-Effizienzhaus 40

Im Gebäudebstand (Programm Energieffizient Sanieren 151 bzw. 430) bestehen folgende Förderniveaus:
KfW-Effizienzhaus Denkmal
KfW-Effizienzhaus 115
KfW-Effizienzhaus 100
KfW-Effizienzhaus   85
KfW-Effizienzhaus   70
KfW-Effizienzhaus   55

Energieausweis

Ein Energieausweis ist erforderlich, wenn ein Gebäude oder eine Wohnung verkauft oder vermietet werden soll. Mehr Informationenen auf der Seite der DENA.

Energie-Einsparverordnung

Die Energie-Einsparverordnung (EnEV) ist ein Teil des deutschen Baurechts. Derzeit gilt die Verordnung von Oktober 2014 mit Verschärfung der Anforderung in 2016. In ihr werden vom Verordnungsgeber Bauherren bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergieverbrauch ihres Gebäudes oder Bauprojektes vorgeschrieben. Sie gilt für Wohngebäude, Bürogebäude und gewisse Betriebsgebäude.

Für Neubauten und Effizienzhäuser mit normalen Innentemperaturen (> 19 °C) ist die Einhaltung der in Anhang 1 Tabelle 1 der EnEV genannten Höchstwerte des Jahres-Primärenergiebedarfs wie auch des spezifischen Transmissionswärmeverlustes nachzuweisen.

hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage

Der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage bewirkt, dass alle Heizkörper eines Hauses die Wärme abgeben können, die der Raum benötigt.

In einem ersten Arbeitsgang wird der Wärmebedarf jedes Raumes errechnet.

Dann wird für jeden Heizkörper ermittelt, welche Wassermenge in welcher Temperatur hindurchfließen muss, damit er die erforderlichge Wärmemenge abgeben kann.

Iin einem dritten Arbeitsgang wird dazuhinter dem Thermostatventil an einem Einstellring der Leitungsquerschnitt eingestellt und zwar so,  dass dafür nur die geringst-mögliche Heizwassermenge in Umlauf gebracht werden muss.

Luftdichtheitsmessung

Eine Luftdichtheitsmessung oder Blower-Door-Test ist ein Differenzdruck-Messverfahren bei dem Leckagen in der Gebäudehülle aufgespürt werden und die Luftwechselrate des Gebäudes bestimmt wird. Durch die Druckdifferenzen wird eine konstante Windlast auf das zu messende Gebäude simuliert. Siehe Blower-Door GmbH.

 Eine Informationsschrift über die Vorbereitung einer Luftdichtheitsmessung haben wir hier zusammengestellt (Download)

Passivhäuser

Ein Passivhaus ist ein Gebäude mit sehr geringem Heizwärmebedarf durch 

• sehr hochwertige und wirksame Dämmwirkung der Bauteile
• Lüftungsanlage mit hochwirksamer Wärmerückgewinnung
• sehr luftdichte Bauausführung
• wärmebrückenfreie Konstruktion

Zur Beheizung tragen Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen und technischen Geräten mit bei. Heizkörper können überflüssig sein, da die Heizwärme über die ohnehin eingebaute Lüftungsanlage verteibar ist.

Die Entwicklung und weitere Förderung der Bauweise erfolgt durch das Passivhaus Institut

Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist eine Förderbank des Bundes u. a. für besonders energieeffiziente Neubauten im Programm Energieeffizient Bauen und für energiesparende Maßnahmen an Bestandsgebäuden im Programm Energieeffizient Sanieren Kredit oder Energieeffizient Sanieren Zuschuss.

Aktuelle Zinssätze der KfW können Sie hier einsehen.

Primärenergie

Entwicklung Primärenergieverbrach in Deutschland
Entwicklung des Primärenergieverbrauchs in Deutschland nach Arten

Die Primärenergie bzw. der Primärenergiebedarf Qp [kWh] beschreibt den kompletten Energieinhalt von Energieträgern, die noch keiner Umwandlung unterworfen worden sind, z.B.

• fossile Brennstoffe wie Stein- und Braunkohle, Erdöl und -gas, Kernbrennstoffe,

• erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Sonnenenergie, Windkraft, Erdwärme.

In der Energieeinsparverordnung werden für die Gebäudebewertung allein die fossilen Energieträger zur Ermittlung herangezogen.

Der spezifische Primärenergiebedarf (pro Quadratmeter Nutzfläche eines Hauses) ist eine der beiden einzuhaltenen Kenngrößen für Neubauten nach der Energie-Einsparverordnung (EnEV) und für Effizienzhäuser.

Transmissionswärmeverlust (spezifisch)

Der spezifische Transmissionswärmeverlust ist der Mittlere U-Wert der Gebäudehülle unter Berücksichtigung des Flächenanteils und der am Bauteil bestehenden Temperaturdifferenz.

Der spezifische Transmissionswärmeverlust der Gebäudehülle ist eine der beiden einzuhaltenen Kenngrößen für Neubauten nach der Energie-Einsparverordnung (EnEV) und für Effizienzhäuser.

U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Der U-Wert (oder Wärmedurchgangskoeffizient, auch "Wärmedämmwert", früher k-Wert) ist ein Maß für den Wärmestrom durch eine ein- oder mehrlagige Materialschicht, wenn auf beiden Seiten verschiedene Temperaturen anliegen. Der U-Wert gibt an, welche Wärmemenge durch eine Fläche von 1 m² fließt, bei 1 Kelvin Temperaturunterschied zwischen beiden Bauteilseiten. Seine Maßeinheit ist W/(m²·K) (Watt pro Quadratmeter und Kelvin).

Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ein Kennwert eines Bauteils. Er wird  durch die Wärmeleitfähigkeit und Dicke der verwendeten Materialien bestimmt.

Je höher der U-Wert eines Bauteils ist, desto schlechter ist die Wärmedämmeigenschaft.